Freitag, 16. November 2012

KETTCAR (SUBSTAGE 15.11.2012)

Eins vorneweg ... ich habe bei diesem Konzert nur gearbeitet, zu einer Band wie KETTCAR hatte ich schon seit jeher eine eher ablehnende Haltung, doch ich dachte mir, schaus dir mal an. Beim Aufbau des Equipments kam aber schon ein erster Fingerzeig, daß ich an diesem Abend kein neuer Freund der Hamburger werden sollte. Es wurde auf der Bühne silbernes Gaffer-Klebeband verwendet und einiges zu fixieren, by the Way, Gaffer-Tape ist so gut wie immer silbern. Doch als das der Ober-Roadie der Band sah wurde er kreidebleich und sagte nur, daß das sofort durch schwarzes Band ersetzt werden müsse, sonst drehen die Jungs komplett durch !??? Ich murmelte in mich rein, daß ich gar nicht realisiert hatte, bei einem Meat Loaf Konzert zu arbeiten. Jedenfalls musste alles wieder entfernt werden und es wurde natürlich auch extra für KETTCAR schwarzes Gaffer-Tape besorgt. DAS nenn ich mal ne "Indie"-Band. Hut ab oder wie die Hamburger sagen ... Gladde Eins!! Vorband des Abends war die ebenfalls aus Hamburg stammende Band TORPUS. Äusserlich ne Schülerband und allesamt mit so nen Weichflöten-Wella-Fön-Frisuren. Musikalisch sehr softer und folkiger Pop, so ne Mischung aus Bob Dylan und Simon & Garfunkel. Gar net so schlecht aber live eher ein Schlafmittel. Dann KETTCAR, und ich war trotz der Klebeband-Affäre immernoch einigermaßen unvoreingenommen. Doch mein Urteil ist schnell gefällt. Ich hatte bei der Band einen dauerhaften Würge-Reiz!!! Die Lieder: 0815-Melodien und die Texte teilweise derart sinnfrei, daß selbst Grönemeyer nicht mehr mit gekommen wäre. Eben diese Art von Möchtegern-Poesie, in der im Fall von Kettcar nur irgendwelche Gülle von Ponys, Flaschen, Deichen und dicken Kindern gesungen wird und man darin irgendwelche metaphorische Symbolik sehen soll. Im großen und ganzen sind Kettcar ne Mischung aus Silbermond und Pur. Der Teil-Vergleich mit Pur ist wohl das schlimmste, was man über eine Band sagen kann, aber es ist meine ehrliche Meinung. Sicher, im Laufe des Konzert fand auch die ein oder andere nette Melodie den Weg durch meinen Gehörgang. Und 2-3 Lieder waren auch echt ok. Aber mein Gesamturteil über diese in die Jahre gekommene Indie-Rock Band steht fest. Ein Glück hatte ich bei dem Konzert nix gezahlt sondern wenigstens noch was verdient.

Mittwoch, 7. November 2012

OXO 86 / SPRINGTOIFEL (BERLIN SO36 20.10.2012)

Wenn ich ein paar Tage in einer größeren Stadt bin, schaue ich natürlich auch immer nach guten Konzerten, die zu der Zeit dort steigen. So geschehen auch an diesem Berlin-Wochenende. Im SO 36 stand das 30 Jährige Jubiläum der Mainzer Fussball-Bollocks SPRINGTOIFEL an. Support waren die Bernauer Ska-Punks von OXO86. Das SO war gut voll, haufenweise Skinhead-Volk, und damit sich unter die guten Skins nicht auch einige ekelige Faschos mischen konnten, liess es sich die Berliner Antifa nicht nehmen, die Tür des SO zu übernehmen udn so standen 3-4 fiese Strassen-Fretchen vorm SO und schauten sich die Leute ganz genau an. Lass ich gern über mich ergehen, wenn ich dafür kein Nazi-Pack beim Konzert habe. Als wir rein kamen, hatten diverse Vorbands schon gespielt und OXO kamen gerade auf die Bühne. Alter, sind geilomat!! 1A Party-Punk mit witzigen Texten und jeder Menge Reggae-Ska drin. Gute Laune ohne Ende!! SPRINGTOIFEL dann liessen von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen,um was es inen seit 30 Jahren geht. Ficken, Saufen und Fussball-Krawall!! Wer Subtilität oder Sozialkritk suchte, war hier Fehl am Platz, es ging von Anfang an in die Fresse. Opener war der Kurven-Hit: "wir sind Mainzer, assoziale Mainzer, schlagen euch vorm Stadion oder in der Bahnhofs-Mission ..." Und so ging es in einem fort. Sauf Mucke vom Feinsten. Aber da es ein langer Tag war, verabschiedeten wir (meine beiden Brüder und ich) unseren Host dieses Abends und machten uns nach ner Stunde der TOIFEL vom Acker, denn es kam dann auch nix Neues mehr. An dieser Stelle ein fettes Danke an Badekappe aus Berlin, der uns durch den Abend begleitete!!

Montag, 5. November 2012

STRAIGHT FROM MY SOUL : INTO THE WILD

Ab und an, leider viel zu selten, passiert es einem, daß man etwas Seelenverwandtes findet. Diese Verwandtschaft kann sich in vielem zeigen, in Menschen, Büchern, Liedern oder auch Filmen. Man stellt einfach von Beginn an fest, daß das, was man da gegenüber hat, einem das Gefühl verleiht, daß es eine direkte Verbindung zu seinem Seelen-Inneren gibt. Bei mir ist das zuletzt bei einem Fim passiert. Und zwar bei Sean Penns Streifen INTO THE WILD. In diesem Fim, der auf einer wahren Geschichte beruht, geht es um einen jungen Aussteiger, der nach seinem College-Abschluss all seine sozialen Beziehungen kappt, all seine Geld verschenkt und völlig auf das Allernötigste beschränkt seine Weg durch das weite Amerika sucht. Durch einige Gelegenheits-Jobs hindurch verliert er aber nie sein Ziel, irgendwann in der Wildnis Alaskas zu leben und in demütigem Einklang mit der Natur zu leben. Neben einigen kuriosen Geschichten, die er erlebt und Menschen, die er trifft, ist der Film geprägt von wunderschönen Naturaufnahmen gepaart mit einem dazu passenden und teilweise fast epischen Soundtrack, der übrigens von vorne bis hinten von olle Eddie Vedder gesungen wurde, der auch einen Großteil davon geschrieben hat. Die musikalische Untermalung des Pearl Jam Frontmannes, die atemberaubenden Bilder und der immerwährende Wunsch, so etwas selbst einmal erleben zu dürfen, machen den Film für mich zu etwas ganz Besonderem. Dieser Film hat nicht zuletzt durch sein Ende, bei dem man erfährt, daß sich die Geschichte wirklich zugetragen hat, meine Seele nicht nur berührt, sondern gefunden. Mag sein, daß andere Leute in keinster Weise nachvollziehen können, was ich das so rumblubbere, aber die sind mir wie immer vollkommen bumms! Zum Schluss noch der Trailer des Filmes, in dem nur grämmchenweise rüber kommt, was für ein filmisches Mörder-Pfund INTO THE WILD eigentlich ist, zumindest für mich!

THE BREW (SUBSTAGE 18.10.2012)

In nächster Zeit werde ich hier auch einige etwas "andere" Konzertberichte zum Besten geben, da ich neuerdings mit dem Substage ein arbeits-technisches Verhältnis pflegen werden, will heissen, ich habe dort nen Job als Stage-Hand bekommen. Das Hauptaugenmerk hier liegt aber weniger im Finaziellen wie eher darin, daß es schon immer ein Wunsch von mir war, in nem coolen Club zu arbeiten. Da ich aber weiterhin zu meinen Lieblungs-Konzis als Gast gehen werde, werde ich hauptsächlich bei Bands arbeiten, die mir unbekannter sind oder die ich so eigentlich nie auf meinem Schirm hatte. Dennoch wird es, sofern es mir erwähnenswert scheint, auch den ein oder anderen Konzert-Blog von diesen Shows geben. Und da sind wir auch schon beim ersten Bericht, denn mein erster Job war beim Konzert von THE BREW aus England. Ehrlicherweise hatte ich von der Band vorher nie gehört. Vorband war die ebenfalls aus England stammende Band HOLLOW DAYS. Beide Bands sind eng miteinander verbunden, denn Sänger und Bassist der HOLLOW DAYS sowie der Drummer von THE BREW sind beides Söhne des Bassisten der BREW, also war das alles eher ein großes Familientreffen. Die beiden Bands aus Grimsby sind auch absolut bodenständig und waren echt nette Jungs. Da speziell THE BREW eher einen Underground-Status haben, reisen die auch DIY-mässig mit dem Wohnmobil durch die Gegend.DAS ist Rock'n'Roll!! Dennoch waren am Abend ca. 300 Leute beim Konzert. HOLLOW DAYS eröffneten, die Teenie-Rockband ging stark in Richtung DOORS und bewies während ihrer Show, daß sie ziemliches Potential haben.Gefiel mir gut. THE BREW rockten dann aber richtig los. Ohne auch nur einen Song zu kennen, packte es mich sofort, speziell der erst 24jährige Sänger und Gitarrist war aussergewöhnlich. Hammer-Stimme und den Saiten ein Rohdiamant. Erinnerte mich sehr oft an einen jungen Rory Gallagher. Der gesamte Stil der Band und auch die Virtuosität der Musiker erinnerten mich oft an die alten Led Zeppelin.Wirklich ne Wucht! Da ich ja, wie oben erwähnt, bei dem Konzert arbeitete, wurde ich von der Band gefragt, ob ich während der Show das Merch übernehmen könnte. Fürn Fuffi extra. Da musste man mich nicht zweimal fragen und ich saß wie ein alter Roadie-Hase hinter dem Tisch und verkaufte Shirts,Platten und CDs. GEILOMAT! Noch geiler war, daß mich alle fürn nen Insel-Affen hielten und sich dermaßen verbogen, Englisch mit mir zu reden. Die Zuschauer beim Konzert waren überwiegend Insider, denn wie gesagt, sehr bekannt ist die Band ja nicht. Und so kamen hauptsächlich zwei Sorten von Fans an "meinen" Stand: einmal der Typ grummeliger unrasierter Musik-Fan mit Multi-Weste und Hafenarbeiter-Wollmütze, eben genau die Sorte, die auf Flohmärkten und Plattenbörsen lebt. Zweiter Typ waren die "68er", die verzweifelt versuchen, ihren damaligen Look mit in die heutige Zeit zu nehmen und dabei die dünner gewordenen Matte mit Haarspray aufpeppen.Enge Jeans, Cowboy-Stiefel oder die gute alte Old Surehand-Gedächtnis-Fransen-Lederjacke rundeten einige Outfits des Abends ab. Aber beide Kategorien sind echte Musik-Fans und ich war stolz, daß bei einem Konzert in Karlsruhe soviele davon auftauchten. Auf alle Fälle war es ein geiles Konzert und THE BREW stehen seit diesem Tag auch in meinem Buch der coolen Bands. Und das nicht nur, weil ich an dem Abend sogar ein Teil des "Biz" gewesen bin!

Montag, 22. Oktober 2012

OVERKILL (SUBSTAGE 17.10.2012)

Wie lange habe ich darauf gewartet, daß eine meiner Alltime-Favorit-Bands endlich mal wieder nach Karlsruhe kommt. Das Substage machte es möglich und am 17.10.2012 durfte die Fächerstadt keine Geringeren als die New Yorker Metal-Legende OVERKILL begrüssen. Schon beim Lesen der Ankündigung wurde ich feucht im Schritt. Dann war es endlich soweit. Wie zu erwarten war lockte das Konzert massig alte Kumpels an, was schonmal das erste Highlight des Abends war. Das Billing bestand aus insgesamt vier Bands, wobei ich über die ersten beiden nicht viel sagen kann, außer, daß nur relativ durchschnittlicher Metal-Einheitsbrei in meine Gehörgänge fand, aber das war eh zweitrangig, denn ich unterhielt mich noch mit dem ein oder anderen Kumpanen. Die für mich erste wichtige Band des Abends waren 3 INCHES OF BLOOD, die wollte ich schon ewig mal sehen, denn ich stehe ziemlich auf deren Sound, die es geschafft haben, ihrem Accept/Judas Priest Style einen aktuellen Touch zu verpassen. Aber an dem Abend sprang der Funke leider nicht gebührend auf die Leute über, was wohl an dem mehr als mässigen Sound lag, der einfach das klangliche Volumen der Kanadier nicht rüber brachte. Schade! OVERKILL was next! Und wie !!! Ich war ja echt heiss auf die Band, aber SO bin ich schon lange nicht mehr abgegangen. Mit dem ersten Power-Riff stieß ich ein Kriegsgebrüll aus mir raus und rannte wie der letzte Beserker Richtung Bühne, alles was mir im Weg stand, wurde pulverisiert.Vorne angekommen schrie ich förmlich vor Glück und ballte die Fäuste zu jeder Hymne in die Luft.Die Mannen um good old Bobby Blitz und D.D.Verni haben nichts, aber auch gar nichts verlernt. Speziell Bobby, der einzige Mensch (zusammen mit Iggy Pop) der glaube ich einen negativen Fettgehalt in seinem Körper vorweisen kann, ist charismatischer denn ja und sieht mit den Jahren ähnlich grün-fies aus wie der Grinch.Das zumindest meinte mein Kumpel Faxe, der die Band das erste Mal sah und von der Show durchaus positiv angetan war, wie sonst ist es zu erklären, daß er das ganze Konzert über mit hochgereckter Powerfaust in der ersten Reihe stand und sämtliche Lieder mitgröllte (ohne auch nur einen einzigen Text zu kennen ;-). Nach 6-7 Songs, die ich vollstens durchgepowert hatte, musste ich ein Päuschen einlegen, ansonsten wäre ein Aufenthalt unterm einem Sauerstoff-Zelt unvermeidbar gewesen. Den Rest des Konzertes verbrachte ich in paar Reihen weiter hinten, liess es mir aber nicht nehmen, ab und an einen Ausflug durch den ordentlichen Moshpit zu machen. Hymnische Highlights des Abends waren beispielsweise ELEMINATION, POWERSURGE, IN UNION WE STAND, ROTTEN TO THE CORE, FUCK YOU oder BRING THE NIGHT. Das sind jetzt mal die, die mir noch einfallen. Und auch wenn OVERKILL an diesem Abend noch massig andere ihrer Metal-Klassiker hätten spielen können, wäre der Abend kaum noch besser geworden, als er ohnehin schon war. Ich habe OVERKILL gefeiert, genaus so wie vor fast 20 Jahren, als ich sie zum ersten Mal sah. IN UNION WE STAND !!!

Donnerstag, 18. Oktober 2012

TENACIOUS D. (FRANKFURT 15.10.2012)

Selten konnte ich ein Konzert schlechter einschätzen als dieses. Ich hatte die Karten geschenkt bekommen, freute mich zwar drauf, aber was mich erwarten würde, davon hatte ich kaum einen Plan. Sicher, ich kenne die Musik der beiden und den Film dazu kenne ich ebenfalls (wennauch kaum jemand anderes versteht, warum ich diesen Streifen überaus witzig finde). Nun denn, der Ort des Geschehens, die Jahrhundert-Halle in Frankfurt liess schonmal vermuten, daß da ganz schön viele Leute kommen würden. Der Laden war auch propevoll, sicher 5000(!) Leute. Unlaublich! Das Publikum war breit gefächert, natürlich waren viele 0815-Allesverwerter am Start, aber auch viele Subkultur-erfahrende Musikkenner atmeten an diesem Abend die selbe Luft wie Jack Black und Kyle Gass. Vorband des Abends waren THE SIGHTS, eine Rock-Combo aus Detroit, die einen komplett chaotischen aber nicht uncoolen Auftritt hinlegten. Viele der Songs verloren schon noch dem zweiten Riff den roten Faden und hörten sich öfter mehr wie das finale Outro eines Liedes an wie ein Lied selbst. Dann die Hauptband, das Licht ging aus. Die Meute flippte aus! Die Halle brüllte wie am Spieß und da schritten die beiden mit Glitzer-Kutten mönchmässig auf die Bühne, darunter aber nur stinknormale Klammotten an. Doch mit dem ersten Song legten sie auch schon los als gäbe es kein Morgen mehr. Und was die beiden samt ihrer genialen Band nun darboten, was nichts anderes als eine alles in seinen Bann ziehende Rock-Oper. Es war schlichtweg genial. Jack Black, im übrigen ein Wahnsinns-Sänger, um dessen Stimm-Spektrum ihn einige "Profis" sicher beneiden würden, hat ja in diversen Filmrollen (High Fidelity, School of Rock) schon gezeigt, daß er absoluter Rock-Fan ist. Das merkte man der Show mit jeder Minute an, die Songs waren perfekt arrangiert, manchmal heroisch oder sogar schon episch, dann wieder knallhart und direkt ins Gesicht. Das quittierte das Publikum entsprechend und bei den schnellern und härteren Songs dauerte es nicht lange und einige Hundert Leute tanzten vor der Bühne einen ordentlichen Rempeltanz. Natürlich kam, im Gegensatz zu einem Konzert einer "normalen" Band auch immer wieder das komödiantische und schauspielerische Talent der beiden raus, was sie auch oft und gut einbauten. Aber die Hauptsache dieses Abends war, daß Jack Black und Kyle Gass überaus talentierte Musiker sind, die dieses Handwerk wirklich verstehen! Und somit reiht sich TENACIOUS D in die ruhmreichen Hallen DER Bands ein, die aus einem Film heraus entstanden sind bzw. schon so kultig waren, daß ein Film über sie gedreht werden musste. Ich rede hier von Klassikern wie den Blues Brothers, Spinal Tap oder den Leningrad Cowboys !! Wirklich, wirklich sehenswert! (hätte ich so nie erwartet) Natürlich haben wieder unglaubliche viele Leute gefilmt, aber bei soner Musik lass ich es mir ja noch gefallen, solange es trotzdem kernig zur Sache geht. Hier noch ein Video vom Konzert, auf Yuitube finden interessierte noch ca. 56.789 weitere.

Montag, 8. Oktober 2012

TANKARD ( SUBSTAGE KARLSRUHE 05.10.2012)

Was war das wieder für ein Fest. Tankard, Frankfurter Urgesteine und bekennende Eintrachtler eroberten mal wieder die Herzen von 5-600 jungen und alten Thrashern im Sturm. Er kommt einfach nicht aus der Mode, der gute alte Thrash-Metal, und wenn er dann noch mit sauflaunigen Texten versehen wird, dann ist das einfach ein Erfolgsrezept, welches ehrlich und glaubwürdig rüber kommt. Beim letzten "Aufeinandertreffen" zwischen Tankard und der Karlsruher Meute war das Substage etwas voller, aber dennoch waren genügend Meute-Leute am Start um den ein oder anderen Pit zu fabrizieren. Herrlich, auch ich konnte nicht widerstehen, und nahm mir das ein oder andere Mal einige Kumpels vors Visier und fegte durch den Saal. Daß man dabei literweise Bier abbekam, liegt in der Natur eines guten Konzertes und ist mir dann auch egal, obwohl ich noch nie von dem gelben Gerstensaft getrunken habe. Die Mainhattener spielten eine "ausgewogene" Mischung aus vielen alten Hits und einigen neuen Songs, und alle wurden abgefeiert. Eine kleine Auswahl: Time Warp, Zombie Attack, Stay Thirsty,Die with a beer in your hand, Freibier für alle und natürlich EMPTY TANKARD !! Ab und an gönnte sich die langhaarige Mosh-Meute eine kleine Verschnaufpause, aber man musste nicht lange darauf warten, bis sich eine mit Nieten besetzte Metal-Kutte unter Kriegsgebrüll aufs neue ins Gefecht stürzte. Zum Schluss war Gerre (der wieder ne Mörder-Plauze bekommen hat) vom Karlsruher Publikum so angetan, daß er kurzer Hand nen Diver in die Menge wagte. Doch leider waren zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr so viele Leute vor der Bühne, zumindest nicht dort, wo Gerre hinsprang. Folglich klatsche er wie ein nasser Sacke auf dem Boden auf, er begrub zwar einen armen, schmächtigen Fan unter sich, doch dieser konnte nicht verhindern, daß sich Gerre ganz schön die Fresse verbeulte. DAS ist Thrash-Metal !!! Wer den Film "Im Land der Raketen-Würmer" kennt, kann sich die Szene so vorstellen, als der riesen Fett-Wurm auf die Felsen aufschlug und dabei zerplatzte! Alles in allem ein geiler Abend, den ich gemeinsam mit guten Jungs erleben durfte. Grüsse gehen raus an Lars-O, Jens (der wie ein Korken in der Brandung durch den Pit tanzte), Raffke Beutlin, Pater Stürmer, Böhne mit dem "Hitler"-Piercing und den Rest der Crew.