Hier mal wieder ein Fimtipp. Es handelt sich um den Streifen AFFLICTED der im "Blair Witch"-Stil gefilmt wurde.
2 junge Amerikaner wollen eine Weltreise machen und ihre Freunde zu Hause über den Trip in Form eines Blogs auf dem laufenden halten. Das heißt, sie Filmen alle Erlebnisse selbst welches dann auch die Bilder sind, die für den Film verwendet werden.
Eine ihrer ersten Stationen ihrer Reise ist Paris, wo abends einer der beiden eine heisse Frau kennenlernt und auch mit dieser verschwindet.
Am nächsten Morgen liegt dieser blutüberströmt im Bett und hat einen großen Biss am Arm.
In den nächsten Wochen macht er dann eine höchst merkwürdige und unglaubliche Entwicklung durch, die sein Kumpel natürlich komplett mit seiner Kamera dokumentiert.
In dem Film gibt es einige üble Schocker und die Special-Effects kommen noch tausendmal reeller rüber, wenn man das Ganze über qualitativ minderwertigeres Bild sieht, denn diesen Eindruck soll man ja aufgrund der "Laien-Aufnahmen" haben.
Nicht umsonst hat der Film preismäßig ziemlich abgeräumt - zurecht wie ich finde.
Zieht euch den mal rein sofern ihre nicht zu schwache Nerven habt!
Zu Folk-Musik habe ich meine eigene Definition: Sie ist für mich dann gut, wenn sie Sehnsüchte weckt, sei es nach Freiheit, nach Heimat, nach der Ferne und Romantik der Landstrasse oder einfach nach ehrlicher Liebe. Dieses Schema trifft auf die großen Legenden wie Bruce Springsteen, Neil Young oder Bob Dylan ebenso zu wie auf die "kleineren" Vertreter dieses Genres. CHUCK RAGAN kann das auch ... und wie!
Das Backstage Werk in München war pickepackevoll mit Musikfans jeglicher Couleuer. Support war die englische Band SKINNY LISTER, eine überaus talentierte Combo im Mumford and Sons-Stil, sehr schnelle Folk-Musik die einfach nur gute Laune verbreitet, nicht zuletzt wegen des eingesetzten Akkordeons, was einfach perfekt zu solcher Musik passt.
Ihr solltet euch auf alle Fälle mal ein paar Videos auf der Tube anschauen ...es lohnt sich.
CHUCK RAGANs Auftritt war dann so, wie man es sich erwartet. Unspektakulär, bodenständig und vor allem fantastisch gut !!!
Von der ersten Sekunde an zog er die Meute in seinen Bann und das nur mit seiner Gitarre, seinem Vollbart und seiner unverwechselbaren Reibeisen-Stimme, die sich so anhört, als würde er seine Stimmbänder jeden morgen mit Schleifpapier bearbeiten und zwar einer 30er Körnung !!
Herrlich melancholische Melodien, mal nachdenklich, mal sauffreudig, immer gut und nie langweilig. Manchmal kamen sogar einige Flummy-Studenten daher, und hüpften auf die etwas punkigeren Songs etwas umher.
Man darf bei so einem Konzert sicher kein Feuerwerk erwarten oder daß von den Protagonisten die riesige Energie ausgeht.
CHUCK RAGAN versteht es unglaublich gut, leise Töne auf großartige Weise darzustellen.
Ich jedenfalls trat die Heimfahrt erfüllt und um einige Sehnsüchte bereichert an. Ein Glück war das eine Musik, von der mein Mädel auch mal etwas hatte bzw nicht am liebsten schreiend davon geritten wäre (siehe Majesty in Berlin). Schliesslich hatte ich ihr dieses klasse Konzert auch zu verdanken... Weihnachten ließ grüssen.
Manchmal bin ich schon die Glücksmarie! Ursprünglich wollte ich mir dieses Billing am 31.03. im Weinheimer Cafe Central anschauen, es war aber schon recht früh klar, dass ich da drauf verzichten musste, weil ich anderweitig beschäftigt war. Also kümmerte ich nicht mehr weiter um die Tour und hakte sie ab. Speziell EVIL INVADERS hätte ich schon gerne gesehen, aber ich dachte mir, dass die ohnehin bald wieder kämen.
Nun war ich mit meinem Mädel an diesem Wochenende zu einem Kurztrip in Berlin und fand mehr oder weniger zufällig heraus, dass die Tour just an diesem Samstag auch in der Hauptstadt vorbei kam. Jetzt musste ich nur noch meine holde Maid dazu bewegen, sich dieses Konzert mit mir anzutun. Gesagt ... getan.
Leider waren wir spät dran bzw fingen die Vögel viel früher an als im Internet angekündigt und so kamen wir in den Laden als EVIL INVADERS gerade ihr letztes Lied brachten. Das war Pech Nummer eins. Pech Nummer zwei: in der Halle war es schweinekalt, und wenn man seine Freundin gerade überredet hat, sich mit hunderten peinlicher Vögel eine dreistündige Metal-Show anzuschauen, obwohl sie mit der Musik weniger als nichts anfangen kann, dann ist so ein Eispalast nicht gerade hilfreich, die Situation "aufzuwärmen". Anyway, jetzt waren wir da und zogen es auch durch.
Nächste Band war BLOODBOUND aus Schweden, musikalsich okay, aber ein Vogel von Sänger.Diese Metal-Imitation kam schonmal mit soner NoGo-Wollbeutel-Mütze auf die Bühne, die man so kotzmodisch im Nacken trägt. Und als wäre das nicht schon schlecht genug hatte das Teil noch Nieten dran !!! Die Musik ging auch eher an mir vorbei. 0815 Metal, technisch gut, keine Frage, aber nix, was mich aus den Socken hob, schon gar nicht mit diesem Sänger. Der Typ sah ungefähr so aus, als wenn man in einem Tatort-Krimi einen "typischen" Metal-Head braucht und Maske und Requisite dann irgendein Komparsen-Opfer so ausstaffieren, dass er aus deren Sicht wie einer aus der Metal-Szene aussieht. Da aber niemand der Verantwortlichen wirklich Ahnung von der Materie hat, kommt bei sowas dann meistens nur Sprühstuhl raus.
Leider spielten BLOODBOUND dann auch noch ewig lange und dummerweise glaubte meine bessere Hälfte, das sei bereits die Hauptband. Die Info, dass mit MAJESTY die eigentliche Band noch kommen würde, hatte einige unterkühlte Blicke zur Folge, die zusehens dazu beitrugen, dass die Stimmung regelrecht einfror.
Dann endlich die deutschen Metaller von MAJESTY!
Sänger und Mastermind Tarek Maghary (im übrigen auch Mitbegründer und Organisator des KEEP IT TRUE Festivals in Lauda) ist sozusagen die einzige wirkliche Konstante der deutschen Version von "Manowar". Deshalb ist er aufgrund von vielen Lineup-Wechseln auch um einiges älter als der Rest der Band. Aber anscheinend haben die Jungs jetzt ne ganz stabile Formation gefunden. Und mindestens 2 Jungs von MAJESTY sind richtig räudige Strassen-Metaller, zumindest sehen sie so aus. Das gefiel mir schonmal. Auffällig war auch, dass die Burschen alle sone einheitlichen Leder-Outfits trugen. Nun ja, damit sahen sie aber eher aus wie Rudel Gorillas vom "Planet der Affen". Aber dieses Klischee gehört halt auch zu einer richtigen Metal-Band dazu. Und was Metal-Klischees angeht, ist Sänger Tarek ohnehin nicht verlegen, ALLE auszureizen, die man sich vorstellen kann. Aber ich nahm es den Jungs ab, die leben es! Da kann man auch ein paar peinliche Ansagen oder Posen verkraften Musikalisch wirklich gut, klar, viele Songs waren irgendwie und irgendwo schonmal da, aber es kesselte gut und die ca. 300 Leute hatten sichtlichen Spass. Mir gefiel es wirklich gut und ich bin froh, dass ich mir das Konzert reinziehen konnte.Und als wir dann ein paar Songs früher den (Schlitt)Schuh machten, war auch die eisige Stimmung schnell verflogen und wir spachtelten im Block House noch ein lecker Steakchen in uns rein ... dreimal dürft ihr raten, an wenn die Rechnung ging ;-)
Auch wenn mein Mädel das hier nicht lesen wird sage ich ihr 1000mal Danke, dass sie sowas immer wieder mitmacht, und das (fast) immer ohne murren!
Jetzt hab ich fauler Furz so viel an Konzert-Berichten nachzutragen, dass ich diese geniale Band in den letzten Monaten bereits zwei Mal sehen durfte. Und die haben es ja auch mal sowas von in sich! NIGHT DEMON sind einer der neuen Sterne am Himmel der "neuen" Oldschool-Metalbands. Und wenn man mal genauer hinschaut, findet man eine einmalige Besonderheit dieser Band. Der Sänger ist kein geringerer als Soulbratze JEFF HERSHEY, der mit seiner damaligen Combo, den HEARTBEATS bereits im Dezember 2013 in der Hackerei zu Gast war und eine begeisterte Menge zurück ließ. Wer sich nicht mehr erinnert, kann HIER seine Zellen auffrischen.
Auch wenn sich olle Jeff für seine Aktivitäten als nächtlicher Dämon einen etwas passenderen Namen (Jarvis Leatherby!) zugelegt hat, konnte er den gerissenen Larso nicht täuschen, denn dieser erkannte ihn bereits beim ersten Konzert in Waldbronn. Obwohl ich auch ein gutes Gesichts-Gedächtnis habe, kam ich da mit nichten drauf, die Welten lagen einfach zu weit auseinander, damit sie in meinem Hirn kolidieren konnten. Offensichtlich ist Jeff aka Jarvis auch nicht sooo erpicht darauf, dass es zu sehr bekannt wird, welchen musikalischen Tätigkeiten er vorher nachging. Könnte ja sein, dass ihm einige Metalheads da fehlende "Trueness" vorwerfen könnten. Ich finde das aber geil, denn erstens sind Soul und Metal zwei geile und nicht tot zu kriegende Stilrichtungen, zweitens sind diese Genres gewissermaßen miteinander verwandt und drittens, wer geile Musik macht und das Ganze lebt, der ist immer "true", egal was er drumherum macht oder gemacht hat.
Jetzt zu den eigentlichen Konzerten. Das erste Mal im SOUNDCHECK ONE, eine geile Location, Kellergewölbe in einem alten Haus, rauchige Bar, alles eng und modrig, schlicht gesagt: HERRLICH AUTHENTISCH !
Ein paar Metal-Kids haben diesen Club ins Leben gerufen und halten ihn mit coolen Underground-Konzerten am laufen, absolut unterstützenswert! Wir kamen leider etwas zu spät, weil wir, David, Larso et moi, erstmal von Heidenheim zurück heizen mussten, da dort unser aller Fussballclub zu Gast war.
Doch wir hatten glücklicherweise erst 2-3 Songs verpasst. Der Laden war voll, auch wenn nur ca.100-120 Leute reingehen. Die Hälfte der Leute waren langhaarige Metal-Kutten und die Stimmung war schon prächtig. NIGHT DEMON hatten einen geilen Sound, die Gitarre rasierte sich förmlich durch dein Trommelfell, es war einfach nur grandios. Spontan fiel mir ein: als Maiden damals anfingen und in Pubs wie dem "Ruskin Arms" spielten, kann es nicht sehr viel anders gewesen sein. Purster Heavy Metal, moshende Fans, ein verqualmter Club und die Luft getränkt von einem Schweiss-Bier-Schnaps-Cocktail. In diesem Moment war ich so dankbar; dankbar für Bands wie NIGHT DEMON, die den Metal der 80er wieder aufleben lassen, dankbar für die Soundcheck One Leute, die solche Konzerte machen und vor allem dankbar, dass ich mit meinen über 40 Lenzen zu diesem Zeitpunkt dort aufhalten konnte, und nicht im Würgegriff einer keifenden Alten zu Hause sitzen muss, um mir irgend ne hirnlose Gülle aus der Glotze reinzuziehen!
Ich kann NIGHT DEMON jedem Metal-Fan ans Herz legen, es wird keiner enttäuscht sein, das verspreche ich!
Nach dem Hammer Konzert und 2 Zugaben war es dann auch vorbei und jeder ging glücklich in die Etzenroter Nacht hinaus.
Knapp nen Monat später sollte NIGHT DEMON dann sogar nochmal kommen, und zwar in die Hackerei. Wenn da mal nicht noch ein weiterer glorreicher Abend in der Luft lag! Besonderheit dieses Mal: Nachmittags waren schon zahlreiche Metalheads eingeladen, denn es sollte ein Video-Shooting geben. Zu diesem hatte ich zwar noch keine Zeit aber es muss ganz gut gewesen sein. Beim Konzert jedenfalls war wieder ein guter Haufen am Start, leider nicht ganz voll, aber genug um der Show einen gebührenden Rahmen zu geben. Es war wiederum spitzenmäßig, vielleicht nicht ganz gut wie in Waldbronn, aber das lag eher daran, dass es nicht ganz voll war und dann war es ja noch ne Matinee-Show und nachmittags ist dann immer nochmal ne andere Atmosphäre. Aber nichtsdestotrotz wurde auch in der Hackerei gemosht und gebangt, was die Gebeine so hergaben. Jeff aka Jarvis musste mehrmals bemerken, wie anders es doch in Deutschland sei. In England scheint es kaum Nachwuchs-Metaller geben, da wären wohl nur alte Kauze bei den Shows. Dagegen waren diese beiden Konzerte (und wahrscheinlich auch die anderen in Deutschland) der reinste Genuß für das Trio. Heavy Metal is back, junge und überaus gute Bands sprießen wie Pilze aus dem Boden. Nur mit einem Unterschied: während Metal-Bands früher gewissermaßen "reifen" mussten, sind die Nachrücker heute musikalisch schon so gut, dass sie bereits mit ihren ersten Alben eine beeindruckende Qualität haben. Nicht die schlechteste Tatsache für uns Fans !!!
Allerdickste Grüsse an FBI-Larso, Daddy David, Armin und Blitz-und-Donner-Sepp, den ich auch zu NIGHT DEMON bekehren konnte.
Endlich konnte ich mich mal wieder zu einem Blog aufraffen. Und obwohl noch massig Konzert-Berichte anstehen, will ich hier mal wieder etwas anderes raus lassen. Diese Blog-Idee entsprang meinem Kopf in Südfrankreich, denn wenn man so ne gewisse Zeit komplett allein mit seinen Gedanken gelassen wird, dann kommt so einiges dabei rum. Gutes und schlechtes. Da mich dieses Thema seither beschäftigt, ist es glaube ich komplex genug, um hier ne kleine Geschichte draus zu machen.
Jetzt hab ich viel gelabert, und es kann sich sicher kaum einer denken, um was es hier zum Geier geht, denn auch der Titel ist ja sehr allgemein gehalten.
Es geht um Filme, oder im speziellen um die Musik die darin vorkommt. Und damit meine ich natürlich nicht sone 0815-Hans-Zimmer-Fahrstuhl-Melodien oder dramatische Streich-Sequenzen. Mir geht es hier um ganz spezielle Szenen in Filmen oder Serien, die wie der Titel schon sagt, von einem Song regelrecht gefickt wurden und das meine ich gänzlich positiv! Ich konnte es nicht anders ausdrücken, denn die Beispiele, die ich hier werde, bringen werde, haben mich dermaßen geflasht, dass diese Formulierung sozusagen völlig ins Schwarze trifft.
Manche Beispiele sind eher mainstreamig, andere geradezu tödlich subtil. Es geht einfach um Szenen in Filmen oder Serien, die von einem Lied so unglaublich geil untermalt wurden, dass man sogar noch nach dem Film genau darüber nachdenken muss. Mir ging das jedenfalls bei allen Beispielen so. Speziell die subtilen Beispiele sind für die Stimmung der Handlung auf den ersten Blick komplett sowas von unpassend und skurril, doch wenn man das Ganze auf sich wirken lässt, haut es einen schlichtweg um. Die Idee zu diesem Blog gebahr mein Hirn nach der genialen Serie "Lost", in der die wohl geilste und subtilste Szene folgende war. Wer die Serie kennt, weiß, was ich meine.
Für alle anderen: man hat zig Folgen gesehen, wie sich Überlebende eines Flugzeugabsturzes auf einer einsamen Insel durchschlagen müssen.Nur Dschungel, Strand und Meer. Und die nächste Folge fängt dann so an:
Der Song ist übrigens von MAMA CASS und ich war nach dieser Szene komplett storniert!
Oder fast ebenso unglaublich genial die Songauswahl hier. Tom Cruise realisiert, dass die letzten Monate seines Lebens nur eine implantierte Einbildung waren und er tatsächlich von einem Unfall total entstellt ist!
Fantastisch !!!
Oder das hier! Den Film brauch ich hoffentlich niemandem zu erklären. Die Szene ist so hammerhart, einen besseren Song hätte man kaum finden können !!!
Auch das hier ist ein Klassiker. Bedarf hoffentlich auch keiner Erklärung. Hier das "Air" von Bach einzubauen, ich könnt heulen...
Hier etwas "schmalzigeres" aus der Serie MIAMI VICE. Man kann ja über die Mode-Gurken vieles sagen, aber Musik wurde in dieser Serie immer perfekt eingesetzt. Hier eine Szene, in der Castillo, dem ohnehin noch nie etwas Gutes passiert zu sein scheint, wieder mit seiner Ex-Frau zusammen kommt. Der Song ist von Joan Armatrading, ist zwar weniger subtil aber dafür schlägt er ein wie eine Bombe!
Miami Vice - Five Season (1988-1989) - Au cœur...von Miami_Vice_TV_Series
und hier aber wieder purster KULT !!! Der Dude träumt... hier ist ja eigentlich die Szene schon subtil genug, aber der Song reisst es nochmal richtig raus, ist übrigens von Kenny Rogers und heisst "Just dropped in"
Und zum Schluss noch was auf die Fresse, null subtil, null skurril, einfach nur ein fetter Song der perfekt zur Szene passt, ja wahrscheinlich sogar eigens dafür geschrieben wurde.
Robert Tepper ... the Stage is yours!
Es gibt sicher noch mehr Songs, die man hier diesbezüglich aufführen könnte, bzw. würden viele Leute ganz andere Song-Szenen als genial empfinden. Aber das war es, was mir so im Kopf herum schwirrte.
Und wenn es euch beim Lesen nur halb soviel Spass macht, wie mir beim Videos anschauen, dann ist meine Mission erfüllt.
Und vielleicht habe ich ja beim ein oder anderen die Neugier auf die jeweiligen Filme geweckt. Es soll ja Menschen geben, die sich einige dieser Klassiker noch nie reingesaugt haben!!
Am Ende gibt es heute noch eine Weisheit denn eines dürft ihr nie vergessen:
Eine Rocklegende war zu Gast, und das auch noch mit einem neuen Album im Gepäck. Die Rede ist von den Engländern UFO, die, wenn auch nicht ganz so erfolgreich, aus der selben Brutstätte des späteren "New Wave of British Heavy Metal" kamen. Während andere Bands die Richtung gen Metal wählten, blieben UFO auf der Hardrock-Schiene und das mit außerordentlicher Klasse!
Heute sind noch drei Gründungsmitglieder übrig, allen voran Frontsau und Bühnenprügler Phil Mogg. Letztere Bezeichnung rührt von einer Aktion her, als Ex-Scorpion Michael Schenker die Klampfe für UFO schwang, und, warum auch immer, von olle Phil Mogg auf der Bühne den Rahmen verzogen bekam ... munkelt man. Das, und die die Tatsache, dass Mogg und Schenker noch weitere unüberbrückbare Differenzen hatten, führte dann auch damals wieder zum Split.
Jedenfalls übernahm dann irgendwann (nach gefühlten 1000 Lineup-Wechseln) 2004 Vinnie Moore die Leadgitarre. Und DAS war ein Giga-Schachzug der UFOs, denn was dieser Mensch aus den Saiten rauskitzelt ist schlichtweg phänomenal!
Ich war bis dato kein Riesen UFO-Fan, im Grunde brachte mich nur mein Kumpel Armin dazu, mitzugehen. Ich hatte nur das 0815-Repertoire drauf, ein paar Songs, ein paar Namen, ein zwei Platten. Aber das wird sich tunlichst ändern, da könnt ihr euch die Eier drauf kneifen! Denn das Konzert war der Hammer. Reinste Rock-Geschichte, Power-Riffs, ein gut aufgelegter und niemanden verprügelnder Phil Mogg, der trotz seiner 67 Lenze noch jeden Ton traumwandlerisch trifft. Es war alles geboten. Einzig die Leute waren etwas schwach. Nicht die Aktivität, die war soweit okay, die Anzahl war mit ca. 300-400 eher schwächer, die Inselaffen hatten definitv mehr verdient.
Es ist ja ein schmaler Grat, den solche alten Bands bewandern. Oftmals wird es eher peinlich wie sinnvoll, noch weiter zu machen. Aber im Falle UFO ist das ja mal gar nicht der Fall. Die Band steht noch voll im Saft und rockt mit Sicherheit jede Halle.
Und nicht umsonst covern die epischen Metal-Götter IRON MAIDEN mit "Doctor, Doctor" einen UFO-Song. Die wissen halt, was gut ist. Und spätestens jetzt (besser spät als nie) weiß ich es auch!
Beste Grüße gehen an Armin, der in meiner Musikwelt nicht nur UFO sondern auch einige andere Bands erfolgreich reanimieren konnte.
Bei Konzerten ist die Chemie zwischen Location und Band ungemein wichtig. Manche Bands passen zum Club oder zur Halle, manche überhaupt nicht. Als ich davon laß, daß die mächtige BLACK LABEL SOCIETY in die kleine und enge Laiterie kommen sollte, hatte ich sofort nen Ständer. Ich gehe schon zu lange auf Konzerte, um nicht zu wissen, dass dieser Abend purste Erotik versprach!
Natürlich waren die ca. 1000 Karten schnell weg. Mit im Lineup waren die Stoner-Bands CROBOT und BLACK TUSK.
CROBOT sah ich nur sporadisch, ist zwar ne gute Band, aber im Laden war es schon mega eng und stickig und man musste an seinen Energie-Haushalt denken, wenn man bei der BLS eine Top-Leistung abrufen wollte.
Wir (Marc, Armin et moi) zogen es vor, uns im Vorraum des Ladens daran aufzugeilen, was man denn schon alles so live gesehen hatte. Armin gewann dieses "Kräftemessen" um LÄNGEN!
Danach schnupperten wir dann aber doch etwas in die Halle hinein um BLACK TUSK zu sehen. Das fand ich eher enttäuschend. Ziemlich ereignisloses Geschrubbel und gesangstechnisch das reine Gekläffe. Nur ab und an konnte ein eingehender Moshpart etwas die Lenden in Wallung bringen. Wie immer bei solch illustren Hauptbands sind die Vorbands meistens nur Vorgeplänkel, deren Ende man gar nicht schnell genug erwarten kann, nicht weil sie schlecht sind, sondern weil man so unendlich geil auf das Sahnebonbon ist. Wenn man ne Traumfrau im Bett liegen hat, rubbelt man sich ja vorher auch keinen vor einem billigen Porno sondern hüpft so schnell wie möglich in die Federn um dort glorreiche Taten zu vollbringen.
Und oh meine Freunde, glorreich sollte es wahrlich werden !!!
Das Banner mit dem BLS Logo verdeckte die Bühne, die Spannung war zum Bersten. Wie immer hatte ich mich nicht ganz nach vorne gedrängt, sondern wollte in guter alter Berserker-Manier beim ersten Song mit Kriegsgebrüll bis zu den ersten Reihen stürmen. Gesagt getan: der Vorhang fiel und das vielleicht übelste und gleichzeitig genialste Gitarren-Vieh stand vor uns: ZAKK WYLDE.
Und ich schoss wie ein etwas zu dicker Delphin durch die Menschenfluten und war schnurstracks so nach an olle Zakk's Gitarre dran, dass ich fast drauf spielen konnte.
Der Opener "The Beginning ... at last" fuhr einem wie ein D-Zug durch den Schädel, es war schweinelaut und dermaßen mächtig, dass es einem die Freuden-Tränen in die Augen drückte. Natürlich waren auch wieder einige Piss-Nelken am Start, die dachten, sie könnten sich die Chose gemütlich in der ersten Reihe anschauen. Doch im Gegensatz zu einer großen Halle waren diese Mumus hier in der klaren Unterzahl und wurden von einer schäumenden Meute gnadenlos weggemosht! Es war herrlich, ich gab alles, auf die ersten 3-4 Reihen gab es ne 1A Quetsch-Action, welche auch nochmal dafür sorgte, dass weitere ungebetene Individuen vom Moshpit regelrecht ausgespuckt wurden. Es war wirklich die "Wand" des Jahres, fetter kann kein Konzert sein!
Weitere Hits waren "Suicide Messiah", "Heart of Darkness", "Damn the Flood" oder "Funeral Bell". Ein BOMBEN-KOMMANDO !!
Dann kam das zu erwartende Gitarrensolo und es war lang ... soooo laaaaang... und leider auch nervig weil es nur hyperschnelles Gefidel war. Leider etwas unnötig und ein kleiner Stimmungskiller. Danach wurde dann Zakk's Piano auf die Bühne gerollt und die beiden Balladen "Angel of Mercy" und "In this River" verbreiteten in Verbindung mit einigen ausgerollten Bildern von Dimebag eine sehr emotionale Stimmung. Ist halt schon ein großer Verlust, den die Musikwelt und vor allem Dimebags Freunde nie ganz verdauen werden. Obwohl nach diesen beiden ruhigen Songs auch wieder einige Knaller kamen, konnte die Stimmung nie wieder zu solchen Siedpunkten kommen, wie es dass bei den ersten 7-8 Songs der Fall war.
Das fand ich aber nicht weiter schlimm, ich hatte ohnehin einen Arschwasser-Stau in der Hose und war auch ansonsten ziemlich ausgepumpt. Nur beim letzten Song, dem Klassiker "Stillborn" holte ich nochmal alles raus.
Völlig durchgekaut und über alle Maßen befriedigt machten wir uns auf den Heimweg. Ich hatte recht: dieser Abend war purste Erotik! Und wenn ich heute noch daran denke, verirrt sich der ein oder andere Glückstropfen in meine (schon wieder)schweiss-nasse Unterbuxe!
Beste Grüße gehen an meine Mitstreiter Mighty Marc, Platten-Mogul Armin und auch an"4,5 Dioptrin aber ich seh trotzdem gut""-Jens samt seiner Holden, die auch da waren, die ich aber nicht mal zu Gesicht bekam.
yo was gibts da zu sagen, nicht mehr der Jüngste, aber wie schon olle Russ Ballard in seinem Song verlauten liess: THE FIRE STILL BURNS ! genau darum geht es, sei es beim Fussball oder bei Konzerten, haben ich und meine Bros vom Old Irons Syndicate noch einige Kugeln inner Muskete, da könnt ihr einen drauf lassen. Und damit davon auch einiges für die Nachwelt erhalten bleibt, werde ich hier ab und an ein paar Schwänke aus meinen Dasein zum Besten geben. Checkt das aus!